Die Wahrscheinlichkeit im Laufe des Lebens an Brustkrebs zu erkranken liegt zwischen 9 und 10%. Frauen mit Brustkrebs in der direkten Verwandtschaft haben ein deutlich höheres individuelles Risiko.
Das Risiko steigt etwa ab dem 40. Lebensjahr steil an und ist zwischen 50 und 70 am höchsten. Im geringen Umfang kann jeder sein eigenes Risiko verringern, indem Übergewicht und Hormoneinnahme nach der Menopause minimiert werden.
Eine Senkung der Sterblichkeit an Brustkrebs ist in der Altersgruppe der 50 bis 70jährigen Frauen nur für die Früherkennungsmammographie bewiesen, nicht für den Ultraschall oder die Tastuntersuchung.
Eine regelmäßige Teilnahme am Mammographie-Screening kann die Entstehung von Brustkrebs nicht verhindern, verbessert aber die Chance, Brustkrebs so früh und klein zu entdecken, dass er besser behandelbar ist.
Mammographie Screening wird bei unseren Europäischen Nachbarn bereits seit vielen Jahren erfolgreich betrieben, ist von der WHO empfohlen und hat in den jeweiligen Ländern die Sterblichkeit an Brustkrebs um bis zu 40% gesenkt
Den derzeitigen Stand der Wissenschaft gibt die Stufe-3-Leitlinie "Brustkrebsfrüherkennung in Deutschland", ISBN 3-88603-812-2 wieder.
Die Teilnahme am Mammographie-Screening ist freiwillig und wird von allen Krankenkassen, auch den privaten Krankenversicherungen übernommen.
Etwa 95% der untersuchten Frauen haben keine Auffälligkeiten, lediglich etwa 5% müssen noch einmal zu weiteren Untersuchungen kommen, letztlich haben etwa 1% einen bösartigen Befund, der in Zukunft mit Hilfe dieses Programms in einem sehr kleinen Stadium gefunden werden kann.