Die Hotline für Rheinland-Pfalz
06321 / 967 4040
 
8 - 17 Uhr
8 - 14 Uhr
oder per Fax: 06321 / 893 206

Programmverantwortliche Ärzte

Dr. med. Jürgen Roth · Thorsten Illmann
Dr. RothThorsten Illmann
Bremserstraße 88 · 67063 Ludwigshafen
info@mammographiescreening-pfalz.de

Weitere Infos auch unter
www.radiologie.de
www.gut-informiert.de

Häufige Fragen

Wie ist das Programm organisiert?

Das Früherkennungsprogramm gliedert sich in regionale Versorgungsprogramme, die den Gebietsgrenzen der Kassenärztlichen Vereinigungen entsprechen. Die regionalen Versorgungsprogramme werden von der Kassenärztlichen Vereinigung im Einvernehmen mit den Landesverbänden der Krankenkassen und den Verbänden der Ersatzkassen auf Landesebene in einzelne Screening-Einheiten unterteilt.

In Rheinland-Pfalz gibt es 4 Screening-Einheiten:

  • SE Rheinhessen
  • SE Mittelrhein
  • SE Trier
  • SE Pfalz

Unsere Screening-Einheit Pfalz besteht aus insgesamt 6 Mammographie-Einheiten, in der die Mammographie-Aufnahmen erstellt werden, sowie 3 Einheiten zur Abklärungsdiagnostik, in der die Abklärungsuntersuchungen durchgeführt werden.

Die Screening Region Pfalz umfasst einen Einzugsbereich von 1,4 Mio. Einwohnern. Davon sind ca. 169 000 Frauen teilnahmeberechtigt.
Karte zertifizierte Screening-Zentren in der Region Pfalz

Die Screening-Einheit Pfalz wird von den beiden Programmverantwortlichen Ärzten
Dr. med. Jürgen Roth und Thorsten Illmann geleitet.

Die Programmverantwortlichen Ärzte kooperieren mit einem Team von weiteren an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzten und Krankenhausärzten bei der vorgeschriebenen Doppelbefundung der Röntgenaufnahmen, der Abklärungsdiagnostik sowie den Fallkonferenzen, die in Zusammenarbeit mit den für dieses Programm speziell ausgebildeten Pathologen und Frauenärzten, die in den Brustzentren tätig sind, durchgeführt werden.

Anschriften der Screening-Zentren

Die Anschriften und Anfahrtskizzen zu allen Screening-Zentren finden Sie auf der Seite

Standorte  

Seit wann gibt es dieses Programm?

Zurück geht das Programm auf einen Bundestagsbeschluss. Im Juni 2002 hat der Deutsche Bundestag einstimmig beschlossen, in Deutschland ein qualitätsgesichertes Mammographie-Screening-Programm einzuführen, und zwar auf der Grundlage der “Europäischen Leitlinien für die Qualitätssicherung des Mammographie-Screenings”. Die umfangreichen Richtlinien zu Zielen, Inhalten und Struktur des deutschen Programmes sind im Januar 2004 in Kraft getreten. Diese Richtlinien sind die Krebsfrüherkennungs-Richtlinien (KFU-RL) und die Anlage 9.2 des Bundesmantelvertrags-Ärzte (BMV-Ä)/Bundesmantelvertrag-Ärzte/Ersatzkassen (EKV).

Die ersten Screening-Einheiten sind in Deutschland Ende 2005 gestartet. Mittlerweile sind alle 94 Sreening Einheiten, die es in Deutschland gibt, in Betrieb.

Wer übernimmt die Kosten des Screenings?

Die gesetzlichen Krankenkassen stellen für die Finanzierung des Programms zusätzliches Geld bereit. Die Vergütung erfolgt also extrabudgetär. Auch die Praxisgebühr entfällt, da die Screening-Mammographie Bestandteil des gesetzlichen Früherkennungsprogramms ist. Bei den privaten Krankenkassen erfolgt die Kostenerstattung im Rahmen Ihres Versicherungsschutzes.

Benötigen die Frauen eine Überweisung?

Nein. Jede Frau im Alter zwischen 50 und 69 Jahren wird alle zwei Jahre durch ein persönliches Schreiben von der Zentralen Stelle bei der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz (KV RLP) zur Untersuchung eingeladen.

Welche Informationen enthält die Einladung?

In der Einladung wird den Frauen ein Screening-Termin und eine Mammographie-Einheit vorgeschlagen, in der sie untersucht werden können. Dabei wird ihnen die genaue Adresse der Mammographie-Einheit mitgeteilt. Selbstverständlich kann dieser Termin auch verschoben werden. Dafür hat die Zentrale Stelle eine Hotline eingerichtet, die über die Nummer 01805 / 770 007 werktags zu erreichen ist. Zusammen mit der Einladung wird ein Merkblatt an die Frauen verschickt, das über Hintergründe, Ziele, Inhalte und Ablauf des Früherkennungsprogramms informiert.

Wie läuft das Mammographie-Screening routinemäßig ab?

Im Wartezimmer füllt die Frau zunächst einen Anamnesebogen aus. Hier kann sie auch angeben, ob ihr Frauen- bzw. Hausarzt ebenfalls über das Untersuchungsergebnis informiert werden soll.
Eine speziell geschulte radiologische Fachkraft erstellt im Anschluss die Röntgenaufnahmen. Die Aufnahmen werden anschließend von zwei Ärzten unabhängig voneinander beurteilt. Wenn die Diagnosen voneinander abweichen oder mindestens ein Arzt die Aufnahmen als „auffällig“ beurteilt, wird der Programmverantwortliche Arzt (PVA) hinzugezogen. Die abschließende Beurteilung wird in einer so genannten Konsensus-Konferenz, die in wöchentlichen Abständen stattfindet, festgelegt.

Wann bekommen die Frauen das Ergebnis mitgeteilt?

Da die Aufnahmen von mindestens zwei Ärzten beurteilt werden, erhalten die Frauen das Untersuchungsergebnis nicht am selben Tag, sondern in der Regel innerhalb von sieben Werktagen nach der Untersuchung mitgeteilt. Die Programmverantwortlichen Ärzte sind allerdings bestrebt, das Ergebnis noch unterhalb dieser Frist den Frauen mitzuteilen.

Was passiert, wenn die Mammographie auffällig ist?

Bei etwa 5 Prozent aller Frauen zeigt die Mammographie Auffälligkeiten, die eine weitere Untersuchung erforderlich macht. In diesem Fall wird die Frau innerhalb einer Woche zu der so genannten Abklärungsdiagnostik eingeladen. Diese Einladung ist kein Grund zur Beunruhigung, da nicht jede Auffälligkeit auf einen bösartigen Tumor schließen lässt. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass 80 Prozent der Frauen, die wegen einer auffälligen Mammographie erneut eingeladen werden, nicht an Brustkrebs erkrankt sind. Bei diesem zweiten Termin bespricht der Programmverantwortliche Arzt (PVA) mit der Frau die Röntgenaufnahmen und informiert sie über die weiteren Untersuchungen, die er für notwendig hält. Diese Untersuchungen werden soweit dies möglich ist noch am gleichen Tag durchgeführt. Falls Gewebeproben erforderlich sind, erhält die Patientin das abschließende Ergebnis in der Regel innerhalb von ein bis zwei Tagen nach Durchführung dieser Maßnahme. Sollte sich der Verdacht auf eine Krebserkrankung bestätigen, bespricht der Arzt in Zusammenarbeit mit dem betreuenden Frauenarzt das weitere Vorgehen mit der Patientin. Bei dem Abschlussgespräch kann gerne auch eine Vertrauensperson mit dabei sein.

Wie hoch ist die Strahlenbelastung?

Wie jede Röntgenuntersuchung bringt auch die Mammographie eine Strahlenbelastung mit sich. Sie ist aber sehr gering und liegt bezogen auf eine Brustdrüse etwa in der gleichen Größenordnung wie die jährliche natürliche Strahlung, der jeder Mensch in Deutschland in seinem Alltag ausgesetzt ist. Die Gefahr, dass durch die Röntgenuntersuchung Krebs hervorgerufen wird, ist geringer als das Risiko, einen Tumor möglicherweise nicht oder gar zu spät zu erkennen.

Welche Voraussetzungen müssen Ärzte erfüllen, die am Mammographie-Screening teilnehmen?

Nur durch die Teilnahme an speziellen Schulungen und Prüfungen erhalten die Ärzte ihre Qualifikation, die Vorsorgeuntersuchung anbieten zu können. Neben dem Erwerb von Zusatzqualifikationen, sind die Erfüllung der technischen Voraussetzungen, die Erbringung der Mindestfallzahl und die Freistellung des Personals für die Teilnahme an Fortbildungen von dem Programmverantwortlichen Arzt (PVA) zu leisten.


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